"GoBD"
Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff

Die Verwaltung "aktualisierte" in einem fast 40 Seiten umfassenden Schreiben vom 14.11.2014 die "GoBD".

Ich möchte zwei Punkte herausgreifen, die für die aktuelle Arbeit von Bedeutung sind:

Bankkontoauszüge sind zu konkretisieren. So muss bei der Buchung von Geschäftsvorfällen nicht nur auf die Nummer des Kontoauszugs Bezug genommen, sondern auch das Datum desselben angegeben werden.
Den Buchungen müssen immer Belege zugrunde liegen (das war schon immer so). Wichtig erscheint mir die Aussage, dass der Geschäftsvorfall hinreichend zu erläutern ist. Dies muss aus dem Beleg bereits eindeutig hervorgehen. Pauschale Leistungsbezeichnungen können dazu führen, wenn diese mehrfach einem Betriebsprüfer auffallen, dass der gesamten Buchführung der Stempel "nicht ordnunsgemäß" aufgedrückt wird, was zu fatalen Folgen führen kann. Nach wie vor gilt bei manueller Verbuchung, dass auf dem Beleg der Buchungssatz (Konto/Gegenkonto) aufzubringen ist. Nur ein Buchungsstempel ist nicht ausreichend.

Bisher konnte man Datenverarbeitungssystemen dann Vertrauen schenken, wenn die Finanzverwaltung bescheinigte, dass diese den "GoBD" entsprechen. Diese Bescheinigungen werden künftig nicht mehr ausgestellt. Die Verantwortung liegt alleine bei dem Unternehmer. Es kann im Rahmen einer Betriebsprüfung zu einem bösen Erwachen kommen, wenn der Prüfer das eingesetzte System verwirft.Die Unternehmer werden sich somit an den größeren Softwareherstellern orientieren, die schon länger auf dem Markt sind. Mir verbirgt sich der Sinn dieser Regelung, nicht zuletzt greift die Verwaltung hier massiv in den Wettbewerb ein.