ABRECHNUNG MITTELS GUTSCHRIFT

Der Empfänger einer Leistung kann mit dem Leistenden grundsätzlich mittels Gutschrift abrechnen (§ 14 Abs. 2 S. 2 UStG). Es treten die gleichen Folgen wie bei einer Rechnungsstellung durch den Leistenden ein.

Rechnet der Leistungsempfänger allerdings gegenüber einem Kleinunternehmer nach § 19 UStG mittels Gutschrift mit offenem Umsatzsteuerausweis ab, schuldet der Leistungsgeber (der Kleinunternehmer) die zu Unrecht ausgewiesene Umsatzsteuer nach § 14 c Abs. 2 S. 1 UStG.

Der Kleinunternehmer muss als Empfänger der Gutschrift in diesem Fall der Abrechnung widersprechen. Damit verliert die Gutschrift ihre Wirkung als Rechnung (§ 14 Abs. 2 S. 3 UStG).
Dem Leistungsempfänger steht im Übrigen ohnehin kein Vorsteuerabzug zu.Sofern der Leistende es versäumt hat, Widerspruch zu erheben, kann dies noch im Einspruchsverfahren durchgesetzt werden.

(Entscheidung des FG Münster v. 09.09.2014)